Interview / häufige Fragen

1. Die "Burger-Diät"? Das ist doch von McDonald's gesponsert, oder nicht?

Keineswegs, im Gegenteil. Ich stand bei der Durchführung dieser Diät zu keinem Zeitpunkt in Kontakt mit McDonald’s und habe jeden Burger und alles andere für dieses Buch selber bezahlt. Es war sogar so, dass McDonald’s mir die Erlaubnis verwehrt hat, ihre eigenen Produktfotos in diesem Buch zu verwenden. So etwas muss man vor der Veröffentlichung eines Buches immer abklären, und hier war der Konzern in keiner Weise interessiert, mich zu unterstützen. Ich wollte ja kein Geld, sondern nur die Bildrechte, aber selbst das war nicht gewollt. Ich hätte diese Diät auch mit jeder anderen Fast-Food-Kette gemacht, oder die Pizza-Diät, wenn das mein Lieblingsessen wäre.

2. Hast du wirklich mit Burger & Pommes abgenommen, oder jeden Tag nur Salate gegessen?

Nein, ich habe wirklich Burger, Pommes und ab und zu Salate gegessen. Aber eigentlich immer das, worauf ich gerade Lust hatte. Reine Salattage waren die Ausnahme.

3. Die Diät hatte doch bestimmt einen krassen JoJo-Effekt, oder?

Nein, überhaupt nicht. Ich kann mein Gewicht bis zum heutigen Tag hervorragend halten. Durch die Diät habe ich vielmehr gelernt, auf meinen Körper und gleichzeitig auf meine Psyche zu hören, und damit mein Essverhalten zu kontrollieren.

4. Bei dem Film "Supersize Me" ist der Typ krank geworden durch McDonald's nach nur 30 Tagen. Das muss doch auch krank machen, oder nicht?

Mein Arzt sagt etwas anderes. Dass der Autor von "Supersize Me" so krank geworden ist, hängt sicherlich damit zusammen, dass er am Tag größtenteils über 6000 kcal zu sich genommen hat. Bei der Menge werden Sie auch mit jeder anderen Ernährungsform krank und dick, wenn Sie nicht gerade Spitzensportler sind.

5. Also nur "FdH" bei McDo.? Dann kann ich ja auch WW oder Low Fat machen!

Natürlich! Ich habe durchschnittlich ca. 1300 kcal am Tag gegessen. Das entspricht den Empfehlungen, die auch die anderen Diäten geben. Damit habe ich abgenommen und mein Idealgewicht erreicht. Der entscheidende Unterschied zu allen anderen Diäten war bei mir der, dass ich meinen psychischen Hunger befriedigt habe. Und der war mehr als alles andere für meine bisher gescheiterten Versuche verantwortlich. Wenn jemand anderes perfekt mit Low Fat, Atkins, einer Pizza-Diät oder mit der Kohlsuppe abnehmen kann, dann sollte er das ja auch tun. Diese Diät ist keine weitere, neue Diät, sondern die Beschreibung meines persönlichen, eigenen Weges. Jeder muss da sein eigenes Ideal finden, meiner Meinung nach gibt es nicht die "perfekte Diät", sondern nur die "individuell passende Diät". Viele Wege führen nach Rom, und dieser hier war meiner.

6. Ein halbes Jahr nur Burger & Co? Das ist doch völlig ungesund!

Wenn ich meinen ärztlichen Untersuchungsergebnissen Glauben schenke, dann nicht. Die Ernährung ist nicht so unausgewogen, wie man auf den ersten Blick glauben möchte. Ich denke außerdem, dass der häusliche Durchschnitt weniger Salatblätter zu Gesicht bekommt, als ich während dieser Diät täglich durch die Burger zu mir genommen habe. Ich möchte mich hier nicht hinstellen und die Frage diskutieren, wie gesund oder ungesund das Essen von McDonald's ist. Das ist nicht meine Aufgabe. Meinem Körper hat es in jedem Fall weniger geschadet, ein halbes Jahr lang nur Fast Food zu essen, als weiterhin dick zu sein. Das ist eine Tatsache.

7. Ich möchte selber auch die Burger-Diät machen. Was muss ich dafür tun?

Besprechen Sie Ihr Vorhaben auf jeden Fall mit einem Arzt Ihres Vertrauens. Unabhängig von der Art der Ernährung habe ich mit einem relativ starken Kaloriendefizit abgenommen. Das hat auf jeden Menschen eine unterschiedliche Auswirkung, und Sie sollten sich auf jeden Fall regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen. Ich kann mich an dieser Stelle nicht für evtl. auftretende Schäden verantwortlich zeichnen. Ich gebe keine Empfehlung mit diesem Buch heraus, sondern beschreibe lediglich damit mein eigenes Experiment. Nachahmung auf eigene Gefahr. Für den Fall, dass Sie einen ähnlichen Weg versuchen einzuschlagen, habe ich Ihnen meine Vorlagen in den Anhang dieses Buches gepackt. Machen Sie damit, was Sie für richtig halten. Wenn Sie erfolgreich damit sind, freue ich mich aber in jedem Fall auf Ihre ganz persönlichen Erfahrungsberichte.



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